Wasserdichtigkeit

wasserdicht

Unter Wasserdichtikeit versteht man jene Eigenschaft von Materialien, von Bauteilen, komplexeren Geräten oder der Kleidung, die das Eindringen von Wasser ausreichend verhindert. Etwas völlig wasserdicht zu machen ist möglich, aber meistens unwirtschaftlich, bzw. hat es andere Nachteile. So soll etwa angenehm zu tragende Schutzkleidung-wie eine Regenjacke oder Bergschuhe- zwar gegen üblichen Regen dicht, aber dennoch atmungsaktiv sein. Auch ist es nur selten nötig, völlige Dichtigkeit gegen Starkregen anzustreben.

Schuhe

Schuhe werden durch die Pflege mit Schuhcreme oder -wachs hydrophob und somit wasserabweisend gemacht. Allerdings wird durch die Nähte und durch die Walkbewegung beim Gehen jeder Lederschuh irgendwann wasserdurchlässig. Nur Kunststoff oder Gummi kann dauerhaft davor schützen, hat aber geringeren Tragekomfort aufgrund der nicht mehr vorhandenen Atmungsaktivität (wie bei Gummistiefel, Skischuhe). Membrane, wie z. B. Sympatex oder Gore-Tex können in Schuhe eingearbeitet werden und machen diese wasserdicht, ohne die Atmungsaktivität zu beeinträchtigen.

Kleidung

Kleidungsstücke (und auch manche Schuhe) werden, falls sie nicht aus 100 % wasserdichtem Material bestehen, häufig druch Imprägnierung (spritz) wasserdicht gemacht, die aber periodisch zu erneuern ist. Die DIN EN 20811:1992, auch ISO 811 genannt, regelt die Art und Weise der Bestimmung des Widerstandes gegen das Durchdringen von Wasser. Durchzuführen ist folgender ,,Hydrostatischer Wasserdruckversuch“: Die Außenseite des Materials wird Wasser ausgesetzt. Der Wasserdruck beginnt bei Null und steigt um 10 mm pro Sekunde, gemessen wird die Zeit, bis der dritte Tropfen auf der Oberseite zu sehen ist, bzw. der Zeit entsprechenden Druck. Nach der europäischen Norm EN 343:2003 (,,Schutzkleidung gegen Regen“) ist ein Produkt mit einer Wassersäule ab 800 mm ,,wasserdicht (Klasse 2)“ und ab 1.300 mm ,,wasserdicht (Klasse 3)“. Die Eidgenössische Materialprüfanstalt (EMPA) in St. Gallen in der Schweiz geht davon aus, dass ein Funktionsmaterial aber einer Wassersäule von 4.000 mm wasserdicht ist. Beim Sitzen auf feuchtem Untergrund wird ein Druck aufgebaut, der ca. 2.000 mm Wassersäule entspricht. Beim Knien in der Hocke drücken schon ca. 4.800 mm Wassersäule auf die Bekleidung. Materialien wie Gore Tex, Texapore O2 oder Sympatex haben eine Wassersäule von 10.000 mm bis zu 30.000 mm.

Gore-Tex

Gore-Tex ist der Handelsname für eine aus Polytetrafluorthylen (PTFE bzw. Teflon) bestehende wasserundurchlässige aber dampfdiffusionsoffene Membran, die zur Herstellung von Funktionstextilien verwendet wird. Es werden nur kleine Mengen des Polymers benötigt, um diese luftige, gitterartige Struktur zu schaffen. Das Verfahren wird dadurch hocheffizient. EPTFE wird in verschiedenen Formen für die Gas- und Flüssigkeitsfiltration, in der Dichtungstechnik sowie für medizinische Implantate eingesetzt. Wassertropfen sind etwa 20.000-mal größer als die Poren in einer Gore-Tex-Membran. Deswegen ist die Membran sehr dicht gegen Wasser und Wind. Körperfeuchtigkeit wird jedoch als Wasserdampf durchgelassen, sie ist also atmungsaktiv. Auch die Unterbekleidung muss die Membran unterstützen, indem sie ermöglicht, dass der Schweiß weitertransportiert wird, anstatt aufgesogen zu werden. Baumwolle ist daher nicht zu empfehlen, besser sind Kunstfasern oder eine feine Wolle wie z. B. Merino-Wolle. Gore-Tex-Membranen werden heutzutage in parktisch allen Arten von Oberbekleidungsteilen verarbeitet, und ebenso in Schuhen, um die Teile einer Geländeausrüstung wasserfest zu machen.

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